ZUFÄLLIGE,

AMORPHE

IKONEN

Design beginnt manchmal dort, wo Produktion kurz die Kontrolle verliert. Beispielsweise beim Umrüsten von Spritzgussanlagen. Dabei entstehen sogenannte „Anfahrtkuchen“ – amorphe Kunststoffklumpen, die beim Aufsitzen oder Durchspülen der Maschinen zufällig geformt werden.

Sie wirken wie gefrorene Bewegungen: transluzent, geschichtet, mal blasenartig, mal dicht und dunkel. Jede Form ist ein Unikat – ein Moment der Materialbewegung, der sich der vollständigen Kontrolle entzieht. Genau diese Unberechenbarkeit macht ihren Reiz aus, macht sie zu amorphe Ikonen.

Normalerweise landen sie sofort im Abfall. Im Projekt ACCIDENTAL ICONS nutzten wir diese industriellen Nebenprodukte jedoch zum Ausgangspunkt einer neuen Gestaltung.

In einer Freiform-Serie nutzen wir die Kunststofffragmente zu zentralen Elementen von Möbeln: Hocker, Bänke, ein Stuhl, ein Schaukelpferd oder eine schlanke Leuchte. Ein klarer, reduzierter, stilistisch stringenter Holzunterbau greift archetypische Möbeltypen auf und bildet einen ruhigen Gegenpol zu den organischen Formen des Kunststoffs. Sitzflächen, Rückenlehnen oder Lampenfüße entstehen aus dem, was ursprünglich als Restmaterial gedacht war.

Die Kunststoffkörper werden nicht dauerhaft montiert, sondern mit schwarzen Spanngurten fixiert. Diese sichtbare, fast improvisierte Lösung hält die Elemente zusammen und macht zugleich ihre Austauschbarkeit deutlich. Die Möbel wirken dadurch weniger wie abgeschlossene Produkte als wie Momentaufnahmen eines Prozesses – temporär, beweglich und offen für Veränderung.

Gerade in dieser Spannung zwischen industriellem Zufall und präziser Gestaltung entfaltet sich die Idee von ACCIDENTAL ICONS. Was normalerweise als Fehler oder Überschuss gilt, wird zum ästhetischen Zentrum. Die Arbeiten verschieben den Blick auf Material und Wert: Abfall erscheint plötzlich als Ressource, Makel als Möglichkeit.

So entstehen Objekte, die zugleich Möbel und Skulptur sind. Sie erzählen von industriellen Prozessen, von Material in Bewegung und von der Frage, wie Gestaltung mit dem Ungeplanten umgehen kann. Jeder „Anfahrtkuchen“ trägt dabei seine eigene Geschichte in sich – ein zufälliger Moment der Produktion, der hier zum Designobjekt wird.

Design beginnt manchmal dort, wo Produktion kurz die Kontrolle verliert. Beispielsweise beim Umrüsten von Spritzgussanlagen. Dabei entstehen sogenannte „Anfahrtkuchen“ – amorphe Kunststoffklumpen, die beim Aufsitzen oder Durchspülen der Maschinen zufällig geformt werden.

Sie wirken wie gefrorene Bewegungen: transluzent, geschichtet, mal blasenartig, mal dicht und dunkel. Jede Form ist ein Unikat – ein Moment der Materialbewegung, der sich der vollständigen Kontrolle entzieht. Genau diese Unberechenbarkeit macht ihren Reiz aus, macht sie zu amorphe Ikonen.

Normalerweise landen sie sofort im Abfall. Im Projekt ACCIDENTAL ICONS nutzten wir diese industriellen Nebenprodukte jedoch zum Ausgangspunkt einer neuen Gestaltung.

In einer Freiform-Serie nutzen wir die Kunststofffragmente zu zentralen Elementen von Möbeln: Hocker, Bänke, ein Stuhl, ein Schaukelpferd oder eine schlanke Leuchte. Ein klarer, reduzierter, stilistisch stringenter Holzunterbau greift archetypische Möbeltypen auf und bildet einen ruhigen Gegenpol zu den organischen Formen des Kunststoffs. Sitzflächen, Rückenlehnen oder Lampenfüße entstehen aus dem, was ursprünglich als Restmaterial gedacht war.

Die Kunststoffkörper werden nicht dauerhaft montiert, sondern mit schwarzen Spanngurten fixiert. Diese sichtbare, fast improvisierte Lösung hält die Elemente zusammen und macht zugleich ihre Austauschbarkeit deutlich. Die Möbel wirken dadurch weniger wie abgeschlossene Produkte als wie Momentaufnahmen eines Prozesses – temporär, beweglich und offen für Veränderung.

Gerade in dieser Spannung zwischen industriellem Zufall und präziser Gestaltung entfaltet sich die Idee von ACCIDENTAL ICONS. Was normalerweise als Fehler oder Überschuss gilt, wird zum ästhetischen Zentrum. Die Arbeiten verschieben den Blick auf Material und Wert: Abfall erscheint plötzlich als Ressource, Makel als Möglichkeit.

So entstehen Objekte, die zugleich Möbel und Skulptur sind. Sie erzählen von industriellen Prozessen, von Material in Bewegung und von der Frage, wie Gestaltung mit dem Ungeplanten umgehen kann. Jeder „Anfahrtkuchen“ trägt dabei seine eigene Geschichte in sich – ein zufälliger Moment der Produktion, der hier zum Designobjekt wird.